Unser Erziehungskonzept

1. Wozu ein Erziehungskonzept?

Im Erziehungskonzept fassen wir zusammen,

  • welche pädagogischen Grundannahmen uns bei der Umsetzung im Schulalltag leiten, 
  • welche Regeln und Rituale für das gemeinsame Lernen in unserer Schule gelten,
  • wie wir den respektvollen Umgang miteinander fördern und
  • welche Unterstützungssysteme wir nutzen, wenn Schülerinnen und Schüler gegen unsere Regeln verstoßen und dabei Mitschülerinnen und Mitschüler beim Lernen oder Lehrkräfte beim Unterrichten stören.

2. Was sind unsere Leitgedanken?

Wir gehen davon aus, dass

  • jedes Kind mit einer individuellen Lebensbiografie in unsere Schule kommt,
  • jedes Verhalten von Kindern bewusst oder unbewusst gesteuert wird und immer ein Ziel verfolgt (Nahrungsaufnahme, Beziehungsaufbau, Anerkennung, Kontrolle, Macht, Sexualität),
  • das Kind sein Verhalten zum Erreichen des Ziels in vielen Situationen erlernt hat, d.h. erfolgreich angewendet hat,
  • das individuelle Verhalten des Kindes aus seiner Sicht immer sinnvoll ist (da erfolgreich das individuelle Ziel erreicht wird), auch wenn aus Sicht der Erziehenden das Verhalten des Kindes das friedliche soziale Miteinander der Gemeinschaft stört.

Durch unsere Erziehungsarbeit wollen wir erreichen, dass Kinder ihr sozial-förderliches Verhalten erkennen und stärken oder ihr sozial-störendes Verhalten aufgeben und ein sozial-verträgliches Verhalten erlernen. Dieser Lernprozess wird befördert durch

  • die Annahme eines jeden Kindes ohne Leistungserwartung
  • Lob für die Anstrengung, ein sozial-verträgliches Verhalten zu zeigen
  • Lob für gute Leistungen / Lob für förderliches Verhalten
  • Grenzsetzung bei Nicht-Anstrengung und
  • Konsequenzen bei Überschreitung der vereinbarten Regeln

3. Wie setzen wir unsere Leitgedanken im Schulalltag um?

Daraus ergeben sich folgende Konsequenzen:

  • Wir haben verbindliche Schulregeln und Klassenregeln (< mehr lesen).
  • Wir sorgen im Schulalltag für eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Kindern, Lehrkräften, Eltern und außerschulischen Partnern (< mehr lesen).
  • In jeder Klasse gibt es ein Rückmeldesystem für das Einhalten bzw. Nichteinhalten der Schul- und Klassenregeln (> mehr lesen). 
  • Die Konsequenzen für das Einhalten und das Nichteinhalten der Klassenregeln werden zu Beginn des Schuljahres in jeder Klasse besprochen und auf dem ersten Elternabend vorgestellt (> mehr lesen).
  • Bei immer wiederkehrenden Konflikten und lang anhaltendem störenden Verhalten greifen die Interventionsmaßnahmen in Anlehnung an das Kreiskonzept für Erziehungshilfe (> mehr lesen).
     

4. Wie unterstützen wir die Schülerinnen und Schüler beim Hineinwachsen in die soziale Gemeinschaft?

  • Wir sorgen für eine gute Beziehung durch
    • die Ankommenszeit in der Eingangsphase
    • gemeinsames Frühstück im Klassenverband
    • Patenschaften von Zweitklässern für die Schulanfänger
    • Pausenangebote z.B. im Regenbogenzimmer
  • Wir legen Wert auf gemeinsame Aktivitäten zusätzlich zum fachlichen Unterricht
    • Ausflüge, Klassenlehrertage und mehrtägige Klassenfahrten
    • gemeinsame Feiern (Klassenfeste, Schulfeste, Adventssingen, Tag der offenen Tür …)
    • Sport- und Spielfeste
    • Theater- und Kinobesuche
  • Wir haben Betreuungsangebote für die Zeit vor und nach dem Unterricht
    • Offene Ganztagsschule (> mehr lesen)
    • Betreute Grundschule (> mehr lesen)
  • Wir bieten Raum für Gespräche in Konfliktsituationen
    • Klassenrat
    • Schulassistenten
    • Schulsozialarbeit (> mehr lesen)
    • Beratung durch die ATS (> mehr lesen)
  • Wir erfahren Unterstützung durch
    • das Projekt „Kooperation Jugendamt –Schule im Übergang von der Kita in die Schule“ (> mehr lesen)
    • die schulinterne Fortbildungsreihe „Umgang mit sozial auffälligen Kindern“
    • das ergotherapeutische Projekt von Herrn Kleine (> mehr lesen

5. Digitale Medien – übermäßiger Konsum und die Folgen für Lernprozesse

Was stellen wir dem gegenüber?

  • Handy-Verbot auf dem Schulgelände
    • Handys sind gängige Kommunikationsmedien, Tonträger und Fotoapparate, sie gehören in den Alltag unserer Gesellschaft. Klingeltöne zeigen eingehende Anrufe und Nachrichten an oder vermelden neue Einträge auf Facebook. Das ständige Klingeln von 25 Handys würde Unterricht in einer Klasse nicht mehr ermöglichen, daher haben wir uns für ein verbot von eingeschalteten Handys im Unterricht ausgesprochen.
    • Handys sind allerdings auch MP3-Player, die Musik wird in der Regel per Kopfhörer gehört. Würden alle Schülerinnen und Schüler so ihre pausen verbringen, wäre keine gemeinsame, kommunikative Pausengestaltung möglich, daher haben wir uns für ein Handyverbot während der Pausenzeiten ausgesprochen.
    • Mit Handys können auch Fotos geschossen und Filme gedreht werden, viele davon landen im öffentlichen Raum des Internets. Damit würden die Persönlichkeitsrechte von Kindern und Erwachsenen erheblich beeinträchtigt werden, daher haben wir uns für ein generelles Handyverbot während der gesamten Schulzeit und den gesamten Schulgelände ausgesprochen.
  • Einsatz von PCs im Unterricht
    • als Differenzierungsmöglichkeit in Form von Lernsoftware
    • als Medium zur Datenverarbeitung (word, exel)
    • als Medium der Aufbereitung von Referaten … (powerpoint, …)
  • Facebook-Mobbing
    • Thematisieren in der Klasse, Klassenlektüren zu diesem Thema
    • Elternabende in Zusammenarbeit mit der Jugendakademie
    • Beratungssprechstunde der ATS
  • Spiel-Sucht
    • Thematisieren in der Klasse (Lektüren),
    • Elternabende in Zusammenarbeit mit der Jugendakademie
    • Zusammenarbeit mit der ATS

     

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